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Ofen-ABC

A

Anzündhilfe
Im Fachhandel gibt es eine Vielzahl von Anzündhilfen. Wir empfehlen Anzündhilfen auf der Basis von Sägespänen und Wachs. Zum Beispiel unsere Feuerbällchen.
Es eignen sich auch leere Eierkartons. Denn die sind eine ausgezeichnete Anzündhilfe beim Entfachen des Feuers und sparen Ihnen den Kauf von anderen Anzündhilfen.
Am einfachsten lassen sich die Eierkartons anzünden, wenn man bei einem der Hüte die Spitze durchsticht, diese nach unten zeigen lässt und daran ein Feuerzeug oder ein Streichholz hält.
Wenn Sie sich noch ein paar Obstkisten von Ihrem Gemüsehändler geben lassen und diese zerlegen, sind Sie zum Feueranmachen bestens gerüstet.

Richtig einheizen in zwei Schritten!
Anheizen erster Schritt:
Zum Anheizen Ihres Kaminofens muss die Primär- und Sekundärluft maximal geöffnet werden. Achten Sie auch darauf, dass eine ggf. vorhandene Drosselklappe ganz geöffnet ist.
Verwenden Sie nun zum Anzünden locker gepresstes Zeitungspapier oder Anzündwürfel, die Sie auf den Rost legen. Darauf verteilen Sie erst kleine Holzstücke und hierauf etwas
größere Holzscheite.
Entzünden Sie die Würfel/Papier am tiefsten Punkt und lehnen Sie die Feuertür zunächst nur an, damit die Rauchgase nicht gleich an der Sichtscheibe kondensieren können. So
vermeiden Sie, dass die Sichtscheibe schnell beschlägt.
Anheizen zweiter Schritt:
Nachdem die Feuchtigkeit abgezogen ist, schließen sie die Feuertür. Ihr Kaminofen erreicht nun langsam seine Betriebstemperatur. Diesen Vorgang können Sie am Verbrennen des Rußes an der Brennraumauskleidung beobachten. Ist der Ruß weitestgehend verbrannt, schließen Sie die Primärluft stufenweise nun so weit, dass Sie noch „lebhafte Flammen“ beobachten können.
Nach Erreichen der Betriebstemperatur wird die Verbrennung über der Regler der Sekundärluft geregelt. Es wird empfohlen, die Sekundärluft ganz geöffnet zu lassen, damit möglichst viel „Scheibenspülluft“ ein Beschlagen der Sichtscheibe verhindert

Anschluss
Bei vielen Öfen kann das Rauchrohr wahlweise nach oben oder nach hinten aus dem Ofen geführt werden. Prinzipiell ist eine Rauchrohrführung nach oben zu empfehlen, weil der Zug des Schornsteins unterstützt wird (warme Luft steigt nach oben). Über die dann längeren Rohre verbleibt außerdem mehr Wärme im Raum. Bitte lassen Sie sich von Ihrem Schornsteinfeger, der die örtlichen Gegebenheiten einschätzen kann, beraten. In kritischen Fällen kann der Schornsteinfeger oder der Fachhandel eine Schornsteinberechnung durchführen.

Anschlussarbeiten
Sollten Sie bereits einen Schornstein und das dazugehörige Loch (Kernlochbohrung) im Schornstein haben, kann ein versierter Hobbyhandwerker die Arbeiten alleine ausführen. In die Bohrung wird mit feuerfestem Zement ein Wandfutter eingesetzt. Die Rohre lassen sich mit der Flex oder Eisensäge auf das gewünschte Maß bringen. Sprechen Sie aber unbedingt vorab mit Ihrem Schornsteinfeger der den Ofen abnehmen muss um alle örtlichen Gegebenheiten zu beachten.

Abnahme
Jeder Kaminofen muss zwingend vom Schornsteinfeger abgenommen sein. Die Abnahme muss vor der ersten Befeuerung erfolgen.
Dies ist nicht nur eine Frage der gesetzlichen Bestimmungen, sondern auch eine Frage des Versicherungsschutzes. Betreiben Sie einen nicht abgenommen Ofen, zahlt die Versicherung im Schadensfall nicht.
Der Anschluss eines Ofens an den vorhandenen Schornstein oder auch der Neubau eines Schornsteines wird in der Regel ohne Probleme vom Schornsteinfeger gewährt.
In der Praxis sieht das meist so aus, dass man den Schornsteinfeger telefonisch von dem Vorhaben informiert und erst zur Abnahme kommt der Schornsteinfeger vorbei.

Asche
Moderne Kaminöfen produzieren weniger Asche! Durch höhere Temperatur im Brennraum wird das Holz effektiver verbrannt. Sie haben einen höheren Wirkungsgrad als ältere Öfen.
Voraussetzung für eine gute Verbrennung ist natürlich trockenes Holz. Es verbleiben wenig bzw. keine Reste im Brennraum, die Ascheschublade muss nur noch ein bis zweimal pro Woche gelehrt werden. Viel unverbrannte Reste im Brennraum zeigen von mangelnder Holzqualität und feuchtem Holz.
Lassen Sie die Asche im Brennraum, die Verbrennung ist so viel besser und die Glut
kann sich darin besser halten. Die Aschereste von Briketts sind voluminöser und für den Garten giftig. Normale Holzasche können Sie als gratis Dünger in Ihrem Garten verwenden

 

B

Brandschutzabstand
Hinter / Neben dem Ofen:
der Mindestabstand zu entzündlichen und wärmeempfindlichen Gegenständen (Möbel, Holzverkleidungen, Stoffe usw.) und zu Materialien mit entzündlichen Aufbau, muss bei den meisten Modellen auf der Rückseite 20 cm und auf beiden Seiten jeweils 30 cm betragen. Diese Angaben finden sich in der Anleitung des Ofens und können vorab beim Fachhändler
für den jeweiligen Ofen erfragt werden.
Vor der Scheibe:
Vor dem Kaminofen im Radius der Scheibe dürfen sich keine entzündlichen oder wärmeempfindlichen Gegenstände oder Baumaterialien im Abstand von 80 cm befinden.
Untergrund:
Der Kaminofen muss auf eine feuerfeste Unterlage gestellt werden.
Möglichkeiten: Glas/Stahlplatten, Fließen/Stein
Sicherheitsabstand vor der Ofenscheibe 50cm. Bitte beachten Sie bei gewölbtem Glas den Radius der Scheibe.
Sicherheitsabstand seitlich 30cm von der Brennraumkante.

Bauart 1 und 2
Moderne Kaminöfen sind zumeist Öfen der Bauart 1. Die Türen dieser Öfen werden nach dem Öffnen von einer Feder an das Gehäuse des Ofens herangezogen. Ein kleiner Spalt zwischen der Tür und dem Rahmen des Ofens darf dabei bleiben. Ein versehentliches Offenstehen der Tür ist dadurch unmöglich. Dies dient zum einem dem Brandschutz.
Zusätzlich dürfen an einem Schornstein mehrere Öfen mit der Bauart 1 angeschlossen werden.
Ein aushängen um der Feder um den Ofen als offene Feuerstelle zu betreiben ist nicht zulässig. Da diese Öfen für den geschlossenen Betrieb konzipiert werden, würde auch der Wirkungsgrad sinken, also die Verbrennung unsauber werden. Die Versicherung würde im Schadensfall nicht zahlen.
Bei einem Kaminofen der Bauart 2 ist das nicht möglich ist ein mehrfachanschluß nicht möglich. Außerdem muss ein anderes Raumvolumen wie bei Offenen Kaminen berechnet werden.

Braunkohle
Neben Scheitholz können Sie Kaminöfen ( Bedienungsanleitung beachten ) auch mit Braunkohle betreiben. Braunkohle wird oft genutzt, um über Nacht ein Glutbett zu erhalten.
Kohle hinterlässt mehr Asche und entwickelt kein so schönes Flammenbild wie Holz.

Besteck
Sehr praktisch ist ein Kaminbesteck. Es sollte zumindest aus Besen, Schaufel und Haken bestehen. Mit dem Haken lässt sich ein Holzstück, was nicht an der richtigen Stelle im Ofen gelandet ist leicht zurechtrücken.
Um Kohlen ohne schmutzige Finger in den Ofen zu befördern ist die Zange gut.
Allerdings ist das eher etwas für den offenen Kamin, da die Zangen mit 2 Händen bedient werden und eine Hand schon die selbst schließende Türe aufhält.

 

C


D

Dichtungen in Tür oder Scheibe
Dichtungsbänder in Kaminöfen sind Verschleiß-Materialien und müssen nach einigen Jahren ausgetauscht werden. Sind die Dichtungen Schadhaft zieht der Ofen an dieser Stelle Nebenluft und die Scheiben können an dieser Stelle schwarz werden.
Das Auswechseln der Dichtungen ist sehr einfach und die Materialien wie Kleber und Dichtung kosten meist nicht viel. Beim Tauschen der Scheibendichtung sollten die Scheibenhalter nur leicht angezogen werden, denn die Scheibe und auch die Tür dehnt sich beim Feuern durch die Hitze im Ofen aus. Kommt die Scheibe dadurch unter Spannung kann Sie platzen.

Drosselklappe
Die Drosselklappe ist eine Metallplatte, die Mitten im Rauchrohr verläuft.
Diese Platte lässt sich stufenlos im Rohr drehen. Dadurch wird der Querschnitt des Rohres verjüngt kann der Zug entsprechend stufenlos geregelt werden.
Zuerst sollte man jedoch immer alle Regelmöglichkeiten am Ofen nutzen. Sollte das Feuer sich damit nicht genug regulieren lassen, kommt die Drosselklappe zum Einsatz.

Dunstabzugshaube
Was hat die Dunstabzugshaube mit dem Ofen zu tun?
Wenn Sie in einem sehr gut Isolierten Haus, wie zum Beispiel einem Niedrigenergiehaus einen Ofen betreiben wollen sehr viel. Durchschnittliche moderne Dunstabzugshauben können in den Stunde 500 cbm Luft aus der Küche absaugen.
In einem gut isolierten Raum sorgt das für einen Unterdruck. Diesem Unterdruck kann der Schornsteinzug und die Ofentürdichtung nicht standhalten.
Machen Sie nun also zum Kaminofen die Dunstabzugshaube an, zieht die Haube den Rauch an der Türdichtung vorbei in die Räume.
Abhilfe schafft eine Fensterkontaktschalter oder eine externe Frischluftversorgung. Ein spezieller Fall ist ein Haus mit einer kontrollierten Be und Entlüftungsanlage.

 

E


F

Fensterkontaktschalter
Ein Fensterkontaktschalter ist eine technische Vorrichtung, die dafür sorgt, das Ihre Dunstabzugshaube nur noch funktioniert, wenn ein Küchenfenster angekippt ist.
Dies ist allerdings nur in sehr gut isolierten Räumen notwendig.
Moderne Dunstabzugshaube saugen erhebliche Mengen Luft nach Draußen. Wohnen Sie nun in sehr gut isolierten Räumen, kann frische Luft nicht ohne weiteres nachströmen. Es entsteht also ein Unterdruck. Der Zug vom Schornstein kann einen solchen Unterdruck nicht ausgleichen. Ein Teil der Verbrennungsluft wird dann in Ihre Räume an der Türdichtung vorbei dringen. Dies sorgt zumindest für schwarze Wände und Geruchsbelästigung.
Da nun bei Betrieb der Dunstabzugshaube immer ein Fenster angekippt ist, strömt auf diesem Weg genug Luft in die Räume und das Problem ist beseitigt.
Ein Fensterkontaktschalter ist einfach zu montieren. Ein kleines Gerät kommt zwischen Steckdose und Stromkabel der Dunstabzugshaube. Auf ein Fenster und den dazugehörigen Rahmen wird je ein Kontakt angeklebt/geschraubt. Der Kontakt zwischen Fenster und Dunstabzugshaube erfolgt entweder über Funk oder auch mit einem Kabel.

Flammenbild
Das Flammenbild ist ideal, wenn die Flammen schön hell brennen. Das Feuer muss aber nicht hoch lodern. Nach den ersten ein bis zwei Brenngängen werden Sie wissen, wie die Regler an Ihrem Ofen am besten stehen. Ein ständiges Nachregeln ist nicht erforderlich.
Wenn die Flammen dunkler erscheinen bedeutet dies, dass der Ofen mit zu wenig Luft versorgt wird. Dadurch sinkt dann die Temperatur im Brennraum, die Scheibenspülung
kann nicht mehr arbeiten, der Ofen verbrennt nicht effektiv und die Scheibe verrußt.
Ein hoch loderndes Feuer ist sicher etwas fürs Auge.

 

G

Grundlagen
Kaminöfen erzeugen eine wunderbare Wärme und bereichern jeden Wohnraum. Das Holz knistert hinter der Scheibe und der Feuerschein verbreitet eine entspannte Atmosphäre in Ihrem Wohnzimmer. Ganz nebenbei reduzieren Sie die unliebsamen Heizkosten.
Auf den folgenden Seiten finden Sie nützliche Tipps Rund um dem Kaminöfen.
Das Wichtigste vor dem Kauf ist es, den zuständigen Schornsteinfeger zu fragen.
Jeder Kaminofen muss vom Schornsteinfeger nach der Installation abgenommen werden.
Um dann keine bösen Überraschungen zu erleben, ist es sinnvoll vor der Anschaffung den Schornsteinfeger einzubeziehen.
Der Schornsteinfeger legt bei der Prüfung der örtlichen Gegebenheiten Wert auf:

  •     Den baulichen Zustand und die Zugeigenschaften Ihres Schornsteins
  •     Die technischen Daten, das sind die so genannten Tripelwerte, des angedachten Ofens
  •     Den Brandschutz
  •     Ob eine externe Verbrennungsluftzuführung notwendig ist

Wichtig ist außerdem, die passende Heizleistung für Ihren Raum zu klären!

 

H

Holz verbrennt nicht vollständig
Nachdem das Feuer erloschen ist, befinden sich oft noch unverbrannte Holzstückchen im Feuerraum. Hierfür gibt es zwei Ursachen:
·Meistens war das Brennholz nicht ganz durchgetrocknet, als es ins Feuer geworfen wurde. Es verbrennt dann nur der Teil, der direkt im Glutbett des vorhandenen Feuers gelegen hat. Der Rest erlischt, sobald die zusätzliche Wärmequelle versiegt.
Eine weitere Ursache kann entweder die Konstruktion der Feuerstätte oder eine Fehlbedienung sein: Holz sollte bei der Verbrennung möglichst keine Luft von unten (über den Rost) bekommen. Die Holzstücke werden, sobald sie direkt über dem Rost liegen, regelrecht weggebrannt. Die Enden bleiben nachher unverbrannt liegen.
Optimal ist die Verbrennung in einem Glutbett (wie beim Lagerfeuer). Durch richtiges verwenden von Primärluft und Sekundärluft. Bei guten Kaminöfen und gut getrocknetem Holz, bleibt so auch die Scheibe sauber

Heizleistung
Die Heizleistung des Ofens muss an den Raum angepasst werden.
Welche Heizleistung die passende ist, klären Sie am besten im persönliche Gespräch.
Fragen Sie im Fachhandel und/oder sprechen Sie mit Ihren Schornsteinfeger.
Mathematische Formeln sind oft trügerisch. Formeln können nur Raumgröße und die Isolierung Ihres Raumes berücksichtigen. Zu Bedenken ist aber auch der Grundriss des Raumes, Ihre Sitzposition und auch Ihr persönliches Wärmebedürfnis.
Tipp: Die angegebene Heizleistung bei einem Ofen ist im Idealfall die Nennleistung. Das ist eine Zahl wie z.B. 6 KW und kein von - bis Bereich. Bei der Zulassung eines Ofens wird unter Prüfbedingungen getestet, das der Ofen bei der Nennleistung tatsächlich sauber brennt. Die Nennleistung kann im tatsächlichen Heizen, ohne dem Ofen zu schaden, in gewissen Maßen überschritten werden.
Wenn die Heizleistung zu hoch ist:
Feuern Sie einen zu großen Ofen einer angemessenen Holzmenge, wird es schnell unangenehm warm. Also legen Sie nun weniger Holz in den Ofen. Das Ergebnis ist, das er Ofen rußt. Im Endeffekt werden die Scheiben Schwarz und das Holz wird nicht mehr ausgenutzt. 

 

I

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K

Konvektionswärme
Jeder Kaminofen bietet Ihnen Strahlungswärme. Strahlungswärme ist am intensivsten direkt vor der Scheibe des Ofens zu spüren.
Die Konvektionsluft macht sich das physikalische Prinzip, das warme Luft nach oben aufsteigt zu nutze. Der Ofen führt in einem separaten Kanal kalte Luft am Brennraum vorbei. Die Luft wärmt sich auf und tritt heiß oben am Ofen aus. Diese sanfte Luftbewegung sorgt für eine leicht Zirkulation der Raumluft und damit für etwas Wärmeverteilung.
 


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M

 


N

Rauch beim Nachlegen vom Holz
Ein häufiges Problem bei Kaminöfen mit großen Türöffnungen. Wenn man während des Betriebes die Tür öffnet, muss der Schornstein plötzlich eine erhöhte Luftmenge fördern, um im gesamten Türöffnungsbereich einen Unterdruck zu erzeugen. Ein Schornstein ist hierzu nur in der Lage, wenn er einen ausreichenden Querschnitt und genügend wirksame Höhe hat. Falls dies nicht der Fall ist, müsste eigentlich ein Öfen mit kleinerer Tür angeschlossen werden.
Manchmal helfen auch folgende Tipps:

  • Prüfen Sie, ob eine evtl. vorhandene Drosselklappe im Verbindungsstück in der richtigen Position (offen) steht.
  • Öffnen Sie die Tür erst einen Spalt weit und warten ein paar Sekunden, dann die Tür ganz langsam so weit wie nötig öffnen und das Holz nachlegen.

Grundsätzlich wirkt sich ein senkrechter Rauchgasabgang nach oben positiver auf die Funktion eines Ofens aus als ein Abgang nach hinten. Prüfen Sie, ob das Verbindungsstück zwischen Ofen und Schornstein sauber ist

 

O

Ofen wird zu heiß, Holz brennt zu schnell weg
Die meisten Kaminöfen haben eine Wärmeleistung von ca. 6 - 8 kW.
Für ein durchschnittliches Wohnzimmer von 30 m2 viel zu viel. Die Folge ist eine Raumtemperatur von 30°C und mehr. Sie sollten versuchen, weniger Holz aufzulegen und die Flamme klein zu halten.
Evtl. liegt das Problem auch an Ihrem Ofen: Wenn die Türdichtungen oder der Scheibenrahmen undicht sind, lässt sich der Ofen nicht mehr richtig drosseln. Die Türdichtung ist ein Verschleißteil und sollte regelmäßig auf Funktion geprüft werden. Der Türgriff sollte beim Ver- riegeln die Tür fest in die Dichtung drücken. Die Ascheschublade muss am Anschlag vollständig abdichten. Wenn die Scheibe beim Antippen klappert, muss der Dichtrahmen nachgezogen werden.
Wenn alles nichts hilft, ist vielleicht die Tür verzogen oder der Kaminofen hat große Fertigungstoleranzen. Dieses Problem tritt häufig bei sehr einfachen Kaminöfen mit geringen Qualitätsanforderungen auf.

 

P

Primär- und Sekundärluft
Gut konstruierte Feuerstätten verhindern die Schwärzung der Scheiben durch vorgeheizte Verbrennungsluft, die von innen an der Scheibe entlanggeführt wird. Dieses „einspülen“ der vorgewärmten Luft im oberen Teil der Scheibe sorgt dafür, dass der Sauerstoff optimal mit den Holzgasen oxidiert und gut verbrennt. Gleichzeitig zieht die an der Scheibe entlanggeführte Luft Rusteilchen von der Scheibe weg, zurück in die Verbrennung.
Bei der Verbrennung im Kaminofen unterscheidet man PRIMÄR- und SEKUNDÄRLUFT.
·            PRIMÄRLUFT wird unmittelbar dem Verbrennungsort zugeführt. Damit ist die Luft gemeint, die durch die Ascheschublade, durch den Rost, direkt bis unter die Flamme geführt wird.
·            SEKUNDÄRLUFT wird oberhalb des Verbrennungsortes zugeführt. Damit ist vorgewärmte Verbrennungsluft gemeint, die von oben, innen an der Scheibe entlanggeführt wird.
Optimal ist die Verbrennung in einem Glutbett (wie beim Lagerfeuer). Die Luft kommt von oben und von den Seiten. Zum Anheizen muss man Luft von unten zugeben, damit das Holz anbrennt. Danach sollte man möglichst schnell die untere Luftzuführung schließen und nur noch mit der Sekundärluft regeln. Bei guten Kaminöfen und gut getrocknetem Holz, bleibt so auch die Scheibe sauber.

 

Q

 

R

 


S

Schamottesteine gebrochen
In der Schamottierung von Öfen und Kaminen bilden sich häufig dünne Risse. Dies ist
normal wenn man bedenkt, dass an den Schamottsteinen Temperaturen von über 600°C entstehen können. Die hohen Temperaturen sorgen für optimale Nachverbrennung der Abgase und verhindern Kondensation und Teerbildung im Brennraum. Kritisch wird es erst,
wenn sich Teile der Schamottierung herauslösen und in den Ofen fallen. Es kann dann zu Schäden am Mantel der Feuerstätte oder (bei Kaminen) zu übermäßiger Erwärmung der Gebäuderückwand kommen. Beim Beschicken mit Brennstoff (Holzscheiten) ist darauf zu achten, dass die Holzscheite nicht zu fest gegen die Platten gestoßen werden.
Verschmutzte Scheiben
Die Abgase kondensieren an der (relativ) kalten Scheibe und schwärzen die innere Oberfläche. Abhilfe bringt hier eine hohe Verbrennungstemperatur, denn Ruß wird ab einer Temperatur von 500 Grad Celsius verbrannt.
·Verwenden Sie nur trockenes unbehandeltes Holz. Idealerweise Buche oder Eiche, Nadelholz sollte nur beigemischt werden. Feuchtes oder minderwertiges Holz mit einem hohen Feuchtigkeitsgehalt verbrennen schlechter und mit mehr Ruß.
·Legen Sie das Brennholz ganz nach hinten gegen die Rückwand, niemals mit der Stirnseite zur Scheibe (an den Stirnseiten tritt das meiste Holzgas aus!). Verwenden Sie die Primärluft nur während der Anheizphase und regulieren Sie die Verbrennung mit der geöffneten Sekundärluftregelung.
Manchmal nützen auch diese Tipps nichts -- mögliche Ursachen könne sein:
Ihr Ofen ist undicht und Luft gelangt unkontrolliert durch Türen und Ascheschublade in den Brennraum. Oder Ihr Ofen ist konstruktiv nicht mit einer funktionsfähigen "Scheibenspülung" ausgestattet: Sekundärluftschieber im Bereich des Scheibenrahmens lassen nur kalte Luftschleier zur Scheibe gelangen und halten die Scheibe meist nur stellenweise durchsichtig.
Die Scheibenspülung
Ein Kaminofen erwärmt sich die Luft, die er für den Brennvorgang benötigt vor. Diese Luft wird im unteren Bereich des Ofens aufgenommen. Dann wird sie außen um die Brennkammer geführt. Dort heizt sich der Luftstrom auf. Mit ca. 200 Grad wird nun dieser Luftstrom hinter
der Scheibe entlang, in den Ofen geleitet. Dieses „ Vorheizen „ ist wichtig, damit die Temperatur im Brennraum auf 500 Grad steigt. Bei 500 Grad hat der Ofen die Möglichkeit den Ruß zu verbrennen. Dieses System heißt Heißluft-Scheibenspülung.
Gibt man in einen Kaminofen zu wenig Brennmaterial wird auch das Feuer entsprechend kleiner. Die Vorerwärmung  wird geringer und die Temperatur im Brennraum sinkt. Der Ofen kann dann den Ruß nicht verbrennen und der Ruß setzt sich an der Scheibe fest.
Dadurch geht auch ein erheblicher Anteil der Wärme verloren.

 

T

Tripelwerte
Die Tripelwerte unterscheiden sich je nach Ofen.
Der Schornsteinfeger oder auch der Fachhandel kann mit diesen Daten vorab berechnen, ob der Ofen an Ihrem Schornstein gut ziehen wird.
Eine Berechnung macht der Schornsteinfeger in der Regel nur, wenn er anhand der Schornsteingegebenheiten bedenken hat.
Die Trippelwerte bestehen aus:

  •     Abgasmassenstrom angegeben in g/s
  •     Abgastemperatur angegeben in °C
  •     Erforderlicher Förderdruck angegeben in mbar


U

 


V

Verbrennungsluft
Externe Verbrennungsluftzuführung bedeutet, das die Luft für den Brennvorgang außerhalb des Gebäudes angesaugt wird.
Dies ist nur in sehr gut isolierten Räumen, in denen eine Dunstabzugshaube betrieben wird notwendig.
Moderne Dunstabzugshaube saugen erhebliche Mengen Luft nach Draußen. Wohnen Sie nun in sehr gut isolierten Räumen, kann frische Luft nicht ohne weiteres nachströmen. Es entsteht also ein Unterdruck. Der Zug vom Schornstein kann einen solchen Unterdruck nicht ausgleichen. Ein Teil der Verbrennungsluft wird dann in Ihre Räume an der Türdichtung vorbei dringen. Dies sorgt zumindest für schwarze Wände und Geruchsbelästigung.
Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen erhält der Ofen über ein Rohr die Verbrennungsluft direkt von Draußen.

  •     Steht der Ofen direkt an der Außenwand kann direkt ein Frischluftrohr durchgeführt werden.
  •     Steht der Ofen an einer Innenwand kann ein Rohr durch den Estrich oder auch durch den Schornstein geführt werden.

Was kann man machen wenn das baulich nicht möglich ist

 

W

 


X

 


Y

 


Z

Ofen "zieht" nicht
Die Ursache liegt meistens in einem verschmutzten Verbindungsstück oder am Schornstein. Prüfen Sie, ob eine evtl. vorhandene Drosselklappe im Verbindungsstück in der richtigen Position (offen) steht. Beim Anheizen drückt oft Rauch zurück, weil der Schornstein noch keine Wärme bekommen hat. Ein Schornstein "zieht" nur, wenn er innen wärmer ist als außen. Insbesondere Schornsteine, die an der Außenwand hochgeführt worden sind, brauchen erst einen kleinen "Anschwung".
Hier hilft im Notfall Omas Hausmittelchen: Etwas Papier in die untere Reinigungsöffnung legen und anzünden. Danach kann man den eben erzeugten Auftrieb für den Anheizvorgang nutzen. Eventuell ist der Querschnitt des Schornsteines nicht ausreichend bzw. die Ofentür zu groß (siehe oben: Rauch beim Nachlegen von Holz). Unser Tipp:
Sprechen Sie Ihren Schornsteinfeger bei der nächsten Kehrung darauf an.

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